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In der Kieferorthopädie (KFO) werden Fehlentwicklungen des Kiefers, der Zähne oder des Kausystems behandelt und behoben. Schief stehende Zähne oder ein “zu kräftiges” Kinn werden häufig als unschön empfunden. So ist auch die Ästhetik bei den meisten Patienten der Hauptgrund für eine KFO-Behandlung. Studien zeigen, dass gerade, gepflegte und schöne Zähne für Gesundheit, Jugend, Vitalität und Schönheit stehen. Klar: Wer lacht schon gerne hinter vorgehaltener Hand? Spielt die Ästhetik bei einer KFO-Behandlung eine wichtige Rolle, so gibt es aber auch handfeste medizinische Gründe:
- Engstehende Zähne können häufig nicht optimal gereinigt werden, so dass Karies und Zahnfleischerkrankungen begünstigt werden.
- Stimmt der Biss nicht, d.h. die Lage der Kiefer zueinander, können schmerzhafte Verspannungen der Gesichts- und Kaumuskulatur entstehen.
- Treffen eine falsche Zahnstellung und eine falsche Lage der Kiefer aufeinander, kann das Kiefergelenk geschädigt werden. Auch kann die Fehlbelastung des Kiefergelenks zu Ohrengeräuschen, Schwindel und sogar Hörstörungen führen.
- Durch Fehlfunktionen des Kiefergelenks kann es zu unangenehmen Verspannungen in der Nackengegend kommen.
- Auch Probleme mit der Verdauung können ihre Ursache in einer Fehlstellung haben. Eigentlich nahe liegend, denn schlecht gekaute Nahrung kann schlecht verdaut werden.
So vielfältig die Gründe für eine KFO-Behandlung sein können, so vielfältig sind auch die Behandlungsmethoden. Jeder Kieferorthopäde muss hier Maßarbeit leisten, das heißt, für jeden Patienten nach einer umfassenden Befunderhebung einen individuellen Behandlungsplan erstellen. Nur so ist garantiert, dass am Ende der Behandlung nicht nur ein strahlendes Lächeln, sondern auch eine optimale Funktion des Kauorgans steht.
